Das DIAG WISS URO-Meeting

Einige erinnern sich vielleicht noch an das eine oder andere Schriesheim-Revival. Diese Treffen haben wir leider nur sehr unregelmäßig durchgeführt. Dieses Jahr möchten wir die Idee neu aufgreifen in Form vom
DIAG WISS URO – Meeting
Der Gedanke bleibt aber derselbe – ein jährliches Treffen für alle URMIs, alle die es werden wollen und alle Interessierten der Urinmikrobiologie.

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INSTAND-Ringversuch

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Seit gestern läuft der aktuelle Ringversuch.

Alle URMI-Mitglieder können im Internen Bereich den aktuellen Rundbrief sowie verschiedene andere nützliche Materialien und Arbeitshilfen herunterladen. Das Passwort finden Sie auf der URMI-Karte, die Sie mit dem Jahresrundschreiben erhalten haben.

Interessierte finden hier alle Informationen zum URMI-Service.

Fortbildungsveranstaltung „Virtuelle Praxisbegehung – Vorbereitung aufs nächste Praxisaudit”

Die Firma Aurosan hat eine neue Veranstaltungsreihe „Virtuelle Praxisbegehung – QM in der Arztpraxis und RiliBÄK“ konzipiert, bei der theoretisch und praktisch ein Praxisaudit simuliert wird.
Der nächste Termin ist der 07.12.2016 in Berlin – zwei weitere Termine in Köln und Dresden folgen!

Weitere Informationen und Anmeldeformulare erhalten Sie hier oder auf aurosan.de/schulungen.

Viel Spaß beim Stöbern und Fortbilden!

RfB-Ringversuch und Aktuelles auf der Homepage

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir sind gerade erst von der DGU zurück und schon geht es weiter mit dem nächsten Ereignis.
Der RfB-Ringversuch startet nächste Woche. Inzwischen nehmen ja einige Praxen an diesem Ringversuch teil, daher werden wir auch diesmal diesen Ringversuch wieder begleiten. Da aber der Großteil der Praxen eher den Ringversuch von INSTAND e.V. bevorzugt, senden wir diese Rundmail im Vorfeld an alle URMIs mit der Bitte sich bei uns zu melden, wenn Sie an dem RfB-Ringversuch teilnehmen. Die begleitenden Rundmails würden dann auch nur an

diejenigen gehen, die sich bei uns zurück melden (gerne natürlich auch an alle Interessierten, die nicht an dem Ringversuch teilnehmen). Den letzten Rundbrief mit einer kurzen Nachbesprechung würden wir dann auch wieder an alle URMIs senden.

Dann noch ein Hinweis in eigener Sache: wir arbeiten derzeit daran unseren Internetauftritt zu verbessern. Das heißt, dass wir bemüht sind auf unserer Homepage www.diagwiss.de regelmäßig aktuelle Informationen und Artikel zu veröffentlichen. Das betrifft sowohl den offenen Bereich als auch den internen Bereich für die URMIs, hier haben Sie Zugang über das Passwort auf Ihrer Mitgliedskarte (falls Sie diese nicht mehr haben, melden Sie sich gerne bei

uns). Es würde uns natürlich freuen, wenn dann auch dieses Medium gut genutzt wird. Die monatlichen Rundmails werden aber trotzdem auf jeden Fall beibehalten.

Soweit,
viele Grüße an alle,

und viel Erfolg allen weiterhin im Urinlabor,

Ivo Beyaert und das gesamte URMI-Team

Urinmikrobiologie-Quiz von DIAGWISS

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die DGU ist vorbei und Sie können hoffentlich, wie wir auch, auf interessante und erfolgreiche Tage in Leipzig zurück blicken. Viele werden mit Spannung die Bekanntgabe der Gewinner erwarten, aber einige sicher auch die Auflösung unseres Quiz. Um es kurz vorweg zu nehmen, es waren einige dabei, die sehr viele Antworten richtig hatten, aber es gab niemanden, der alle Aufgaben ohne Fehler gelöst hatte. Davon waren wir auch etwas überrascht, aber spornt uns natürlich an, die Urinmikromikrobiologie weiterhin den Urologischen Praxen näher zu bringen. Aber hier nun zunächst die Auflösung:

1.) Kreuzen Sie das gramnegative Stäbchen an:

 A   Escherichia coli     B  Neisseria gonorrhoeae    Lactobacillus acidophilus
Das gramnegative Stäbchen ist natürlich Escherichia coli. Neisseria gehört dagegen zu den gramnegativen Kokken, während Lactobacillus den grampositiven Stäbchen zuzuordnen ist. Dies wussten alle Teilnehmer bis auf einen.

2.) Wer beschrieb als erster Bakterien, die er durch das Mikroskop sah?

A   Robert Koch      Antoni van Leuwenhoek       C  Carl Zeiss
Hier war Antoni van Leuwenhoek die richtige Antwort. Der Niederländer sah als Erster im Regen- und Tümpelwasser Bakterien und Protozoen, die er Animalicules nannte. Robert Koch war dagegen ein sogenannter Mikrobenjäger, der viele Krankheitserreger identifizierte (lange nach Antoni van Leuwenhoek) und Carl Zeiss entwickelte das erste moderne Mikroskop. Dies beantwortete nur die Hälfte aller Teilnehmer richtig. Für den Laboralltag spielt dieses Wissen natürlich auch keine sehr große Rolle.
3.) Welche Farbe besitzen grampositive Bakterien nach der Gramfärbung?
A  blau / violett            B  rot / pink                               C  braun / gelb
Grampositive Bakterien erscheinen blau / violett nach erfolgreicher Gramfärbung mit Kristallviolett. Gramnegative Bakterien dagegen erscheinen rot / pink im Mikroskop, denn bei ihnen hat die eigentliche, erste Gramfärbung mit Kristallviolett nicht funktioniert (daher gramnegativ). Wirksam ist aber die Nachfärbung mit Fuchsin oder Safranin, daher die rötliche Färbung. Braun bis gelb sind zumeist die Hefezellen gefärbt. Dies wussten ca. 60% der Teilnehmer, ein Zeichen dafür, dass die Gramfärbung leider aus vielen urologischen Labors verschwunden ist.
4.) Welcher der folgenden Keime lebt nicht im Darm des Menschen?
A   E. coli                         B  Pseudomonas ssp.                C  Proteus mirabilis
Während E. coli und Proteus mirabilis typische Darmbewohner sind, trifft  man Pseudomonas in allen möglichen Lebensräumen an. Er wird daher auch
Umgebungskeim genannt oder auch Gewässerkeim, denn an feuchten und nassen Orten hält er sich besonders gerne auf. Die richtige Antwort wussten ca. 75% der Teilnehmer. Bravo!
5.) Welches Bakterium kann Scheunen anzünden?
A  Bacillus subtilis        B   Salmonella ssp.                 C   Clostridium botulinum
Zugegeben – dies war eine schwere Frage. Die richtige Antwort wusste daher auch nur die Hälfte. B. subtilis, ein fakultativ anaerober Sporenbildner,  bekannt vom Hemmstofftest, wird auch Heubacillus genannt. Der Keim lebt im Erdboden und kommt so auch ins Heu. Wird das Heu feucht gelagert, dann kann der Bazillus auskeimen, Biomaterie abbauen und unter anaeroben Bedingungen Methan bilden. Dieses kann sich durch Hitzebildung bei der Vergärung selbst entzünden. Auf ähnliche Weise sollen im Sumpf Irrlichter entstehen.
6.)  Seit wann ist die Rili-BÄK Teil B3 in Kraft?
A   2015/05                         B   2013/04                               C    2012/12
Die Rili-BÄK Teil B3 wurde 2012 erstellt, ist seit 2015 bindend, aber bereits seit 2013 in Kraft. Dies beantworteten nur ca. 30% aller Teilnehmer richtig! Das war für uns doch sehr überraschend, wird die Richtlinie doch schon seit einigen Jahren vielfach diskutiert und immer wieder zitiert. Daher an dieser Stelle auch unser Appell an alle Urologen: Beschäftigen Sie sich mit der Rili-BÄK. Denn diese wird auch zunehmend von Ämtern überprüft. Bei Fragen dazu bieten wir natürlich entsprechende Seminare an oder helfen auch unseren URMI-Kunden bei einer anstehenden Überprüfung.
7.) Was bedeutet der Name “Acinetobacter”
A   Saures Stäbchen    B   Unsichtbares Bakterium  C   Unbewegliches Stäbchen
Eine Fangfrage, auf die zu unserer diebischen Freude auch viele  hereingefallen sind. Der Name kommt aus dem Griechischen von „A“ für „nicht“ und „kineto“ für Bewegung / beweglich. Irritierend ist, dass aus dem „k“ ein „c“ wurde. „Acineto“ erinnert an „Acid“ oder „Acetic“, für „Säure“ oder „sauer“. Das ist aber eine zufällige Ähnlichkeit.
Zusatzaufgabe:
Zeichnen Sie die chemische Strukturformel
von Harnstoff auf!
chemische-formel
Harnstoff ist chemisch ein Diamid, also eine Struktur mit zwei  Aminogruppen. Dies muss man nicht unbedingt wissen als Urologe, aber es schadet sicher auch nicht. 25% wussten übrigens die Strukturformel von Harnstoff und 40% versuchten zumindest die Formel aufzuschreiben.
Vielen Dank an dieser Stelle an alle Teilnehmer! Wir hatten sehr angenehme Gespräche und freuen uns viele von Ihnen kennengelernt zu haben. Die Gewinner möchten wir nicht öffentlich nennen, alle Teilnehmer werden aber noch per Mail kontaktiert.
Soweit,
viele Grüße an Sie alle,
Ivo Beyaert sowie das ganze URMI-Team